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ZENPOSAN BENDOJI |
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ZenDojo Bern |
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Das Tor der höchsten Wirklichkeit ist frei von dualistischer Erkenntnis. In der Selbstverwirklichung gibt es keine Zeit; sie geht über alle Bereiche, die zu den verschiedenen Stufen gehören, hinaus. Lankavatara Sutra
Da seufzte Kuan-yin tief und sprach die folgenden Verse: In frühen Zeiten vollbracht´er vergeblich viel Wunder an Kühnheit. Doch einst in der Finsternis seines Herzens macht´er zunichte das Pfirsichbankett des Himmels, und toller Übermut trieb ihn den Patriarchen des Tao, den Würdigen, zu berauben. Nicht konnten besiegen ihn hunderttausend himmlische Kämpfer. Durch alle neun Sphären versetzt´er in Schrecken die Reiche des Himmels. Zuletzt aber fand er in Buddha Tathagata seinen Bezwinger. Wird er dereinst wohl befreit und gewinnt er den Ruhm sich, den alten? Wu Chéng-en, Monkeys Pilgerfahrt
Blumen blühen im Feuer / Blüten öffnen sich von alleine / Blütenblätter fallen / Früchte erscheinen / Früchte fallen / ins Bodenlose Hogen Shuei
Es gibt einen leichten Weg, Buddha zu werden:
Auf Blatt und Gräsern, Dógen
kein Zazenkai - >doch eigentlich endet ein Sesshin nie. < Hôgen Shuei
Glaube nicht an die Macht von Traditionen, auch wenn sie über viele Generationen hinweg und an vielen Orten in Ehren gehalten wurden. Glaube an nichts, nur weil viele Leute davon sprechen. Glaube nicht an die Weisheiten alter Zeit. Glaube nicht, dass deine eigenen Vorstellungen dir von einem Gott eingegeben wurden. Glaube nichts, was nur auf der Autorität deiner Lehrer oder Priester basiert. Glaube das, was du durch Nachforschungen selbst geprüft und für richtig befunden hast und was gut ist für dich und für andere.
Wer an einem stillen Orte wohnt und sich mit wenigen Dingen begnügt, der hört
Das Kegon Sutra
>Das Leben kann damit verglichen werden, daß zum Beispiel ein Mensch in ein Boot steigt: in diesen Boot setzte ich den Mast, ich führe das Ruder und ich bediene die Segel. Ich werde von dem Boot getragen, und es gibt (eigentlich) kein Ich abgesehen von (meinem Handeln mit) dem Boot. Durch mein Handeln mit dem Boot wird dieses Boot erst zu einem (wirklichen) Boot. Laßt uns nun diese Augenblicke (des Handelns) erfahren und genau erforschen. In diesen Augenblicken gibt es nämlich nur die Welt des Bootes. Der Himmel, das Wasser und die Küste kommen zusammen und werden zu diesen Augenblicken im Boot, die sich vollständig von anderen Augenblicken unterscheiden, in denen das Boot kein (wirkliches) Boot ist. Deshalb ist das Leben das, was ich mit dem Leben mache, und ich bin das, was das Leben mit mir macht. Während ich in dem Boot bin, sind mein Körper und Geist, die Umstände und ich das Wesentliche dieser Augenblicke im Boot, und die Erde und der ganze Raum sind das Wesentliche dieser Augenblicke im Boot. Dies ist so, weil ich das Leben bin und das Leben ich ist.< Meister Dôgen, Shôbôgenzô, Kap. 41 Zenki, Heidelberg 2003 >Das Leben ist die Verwirklichung der Dynamik des ganzen Universums, und der Tod ist die Verwirklichung der Dynamik des ganzen Universums< Engo Bukka Zenji goroku, Kap. 17
Glaube nicht an die Macht von Traditionen, auch wenn sie über viele Generationen hinweg und an vielen Orten in Ehren gehalten wurden. Glaube an nichts, nur weil viele Leute davon sprechen. Glaube nicht an die Weisheiten alter Zeit. Glaube nicht, dass deine eigenen Vorstellungen dir von einem Gott eingegeben wurden. Glaube nichts, was nur auf der Autorität deiner Lehrer oder Priester basiert. Glaube das, was du durch Nachforschungen selbst geprüft und für richtig befunden hast und was gut ist für dich und für andere.
Es wird gegessen was auf den Tisch kommt. Hogen Shuei
>Für uns alle ist die Welt verwirrend, und wenn man es nüchtern betrachtet, besteht der Unterschied zwischen einem Gesunden und einem Kranken vor allem im Ausmaß der Fähigkeit, das Verwirrende an der Oberfläche zu kaschieren. Darunter tobt das Chaos. Arno Geiger, Der alte König in seinem Exil
四諦 Shitai Die vier edlen Wahrheiten 道諦, dōtai:
Der achtfache Pfad 八正道 正見, shōken: Rechte Ansicht, 正思惟, shōshiyui: Rechter Entschluss, 正語, shōgo: Rechte Rede, 正業, shōgyō: Rechtes Handeln, 正命, shōmyō: Rechte Lebensführung, 正精進, shōshōjin: Rechte Anstrengung, 正念, shōnen: Rechtes Denken, 正定, shōjō: Rechte Meditation.
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"Zazenkai - Texte"
Teisho / Kusen - Hôgen Shuei 14.04.2006
In Abhängigkeit von Gewohnheit entsteht Selbstsucht. Die Sucht nach einem eigenständigen, autarken, individuellem Selbst. In Abhängigkeit von Selbstsucht entsteht Fürsorge/Selbstverteidigung. In Abhängigkeit davon wiederum Streit, Hass, Krieg und Verleumdung. In Abhängigkeit von Liebem entsteht Streit, das sagte schon Shakyamuni Buddha. Sosan meinte: “Irrtum erzeugt Ruhe und Chaos - Shinjinmei - Erwachen ist ohne Zuneigung und Abneigung“. Das Sesshin hat kein Ende. Schweigen ist mehr als nicht sprechen. Es gibt keinen Ort wo man das Haupt hinlegen könnte. Den Geist erwachen lassen. Nirgendwo wohnen - Hauslosigkeit heisst nichts anderes, als bereit zu sein seine Gewohnheiten aufzugeben. Schweigen ist ein anderes Wort für Nirvana.
Wie man übt und Erleuchtung erlangt
Was gemeinhin als Übung bekannt ist, heisst einfach, mit dem aktuellen Geisteszustand übereinzustimmen,
um die täuschenden Gedanken und die Spuren der Gewohnheits-Neigungen zu läutern und Grundlagen der Übung und Erleuchtung für Anfänger
Majjhima Nikaya, Mittlere Sammlung M. 10. (I,10) Satipatthāna Sutta, Die Pfeiler der Einsicht Wie aber, ihr Mönche, wacht der Mönch bei den Geistobjekten in der Betrachtung der Geistobjekte? Da wacht, ihr Mönche, der Mönch bei den Geistobjekten über das Erscheinen der fünf Hemmungen.Wie aber, ihr Mönche, wacht der Mönch bei den Geistobjekten über das Erscheinen der fünf Hemmungen?
Alle Lebewesen sind von Natur Buddha, Sie wissen nicht, wie nahe Er ist, Verloren auf den dunklen Wegen der Unwissenheit Das Zazen im Mháyána kann mit Worten nicht gepriesen werden. Wer Zazen nur einmal übt, Wer diese Wahrheit auch nur einmal hört Mehr noch die, die umkehren, eintreten Das Tor der Einheit von Ursache und Wirkung öffnet sich, Wie endlos und frei ist der Samádhi-Himmel! Hakuin, Lied des Zazen, zazen wasan VIII. Pataligama, Udána
8.4 In Zazen zu sitzen bedeutet nicht, Zen-Konzentration zu erlernen. Es ist einzig das Dharma-Tor des Friedens und der Freude. Es ist die Praxis und Erfahrung, in der das Erwachen vollkommen verwirklicht wird. Die kosmische Ordnung verwirklicht sich beim Zazen unmittelbar, ohne das geringste Hindernis und ohne die geringste Einschränkung.Wenn ihr dies wirklich erfasst, werdet ihr wie die Drachen in ihrem Gewässer und wie die Tiger auf ihrem Berg sein. Ihr müsst vor allem wissen, dass Unklarheit und Zerstreuung sofort verschwinden, wenn sich die wahre Wirklichkeit auf natürliche Weise vor euch offenbart.Deshalb bitte ich euch, edle Gefährten, die ihr die Wahrheit durch die Erfahrung erforscht: Erschreckt nicht vor dem wahren Drachen, weil ihr euch an seine Abbilder gewöhnt habt. Richtet eure Anstrengungen auf den Weg, der direkt zugänglich und unkompliziert ist. Verehrt die Menschen, die aufgehört haben zu studieren und nichts mehr suchen. FUKANZAZENGI Eihei Dôgen Bedrohliche Gäste Das Wunderbare an uns Menschen ist, daß wir zwei Vererbungssysteme besitzen – ein chemisches und ein kulturelles. Das chemische System gründet sich auf DNS-Fadenmoleküle und andere Teile unserer Zellen und bestimmt, was wir sein können. Das kulturelle System besteht aus der Zwiesprache zwischen den Generationen und bestimmt, was wir dann werden. Unser chemisches System erhebt uns kaum über andere Tiere, doch unser kulturelles System ist in der Natur ohne Beispiel. Seine formende Kraft schenkt uns Sprache, Kunst, Wissenschaft und sittliche Verantwortung. Beide Vererbungssysteme tragen Wissen mit hoher Verläßlichkeit von einer Generation zur anderen, machen jedoch gelegentlich Fehler. Übermittlungsfehler – sogenannte Mutationen – im chemischen System verändern unseren Körper und solche im kulturellen System unser Verhalten. Langfristig schützen uns diese Fehler vor biologischer und kultureller Erstarrung, doch kurzfristig können sie in Katastrophen münden. Im frühen Mittelalter bewirkte die Tay-Sachs-Mutation im chemischen System eines osteuropäischen Aschkenasen, daß dessen Gehirn verkümmerte und vielen seiner heutigen Nachkommen das gleiche Schicksal droht. Und das 20.Jahrhundert hat uns wieder einmal daran erinnert, welche Grauen kulturelle Mutationen bewirken können. Gottfried Schatz, Jenseits der Gene, Essays über unser Wesen, unsere Welt und unsere Träume. Verlag Neue Zürcher Zeitung 2011.
Die ganze Wirklichkeit geht weit über den Staub und Schmutz der Welt hinaus. Wer könnte an ein Mittel glauben, sie zu reinigen? FUKANZAZENGI Eihei Dôgen Mit dem Geist SHINSHIN MEI > In den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts, als die quantenphysikalische Interpretation aufkam, verband das Wesen der Existenz die Physik plötzlich mit fernöstlichem Mystizismus – eine Beziehung, die einige Wissenschaftler seit damals beunruhigt. Bestimmte östliche Denkweisen besagen, daß die Welt weder aus Dingen noch aus Nichts bestehe, sondern ein Gewebe wechselwirkender Erscheinungen sei. Zur selben Erkenntnis ist auch die Quantenphysik gekommen. Wenn wir Objekte isolieren, ist genau diese Isolation illusorisch. Die tiefere Realität dahinter ist die untrennbare Welt, aus der sie herausgefiltert wurden. Die wissenschaftliche Methode legt Ringe um einzelne Phänomene, um sie zu beschreiben, und gewinnt dann aus diesen Beschreibungen die Naturgesetzte, die immer mehr Phänomene umfassen und miteinander verbinden. In den letzten Jahrzehnten ist es vorstellbar geworden, daß die Naturwissenschaft eine einheitliche Beschreibung der Natur finden könnte, eine Beschreibung, die zeigt, wie ein ungeteiltes Gewebe von Phänomenen sich in Gestalt von Einzelerscheinungen manifestiert. Weil die Methodik mit der Vorstellung von Einzelerscheinungen beginnt, ist es leicht zu glauben, daß die Vereinzelung die tiefere Realität sei, und dabei zu vergessen, daß der tiefere Sinn darin liegt, die Untrennbarkeit zu verstehen. Die Quantenphysik hat uns dahin gebracht, daß wir zu verstehen beginnen, was einige Mystiker schon immer gewußt haben: nämlich, wie eine Welt, die aus einzelnen Dingen zu bestehen scheint, aus der Welt der Untrennbarkeit hervorgeht, einer Welt ohne Dinge.< Christopher Potter, „Sie Sind Hier“, Eine handliche Geschichte des Universums, München 2010, Seite 173-174. Form unterscheidet sich nicht von Leerheit und Leerheit unterscheidet sich nicht von Form. Also ist Form Leerheit und Leerheit ist Form. Herzsutra > Das „Entstehen in gegenseitiger Abhängigkeit“ (pratitiyasamutpada, Pali paticcasamuppada) ist die Lehre von der organischen Verbundenheit aller Erscheinungen. Es handelt sich um eine dynamische Kausalität, nicht um eine einlinig-statische. Alles ist Wechselwirkung. Alles steht mit allem in Verbindung, und deshalb ist alles Ursache für bestimmte Wirkungen, die wiederum zur Ursache aller Erscheinungen werden. Jedes Glied in der Kette des Entstehens enthält alles anderen und trägt deshalb alle Möglichkeit und Wirklichkeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in sich.< Vgl.z.B. MN 38, 17; MN 38, 20; MN 115,11, ausführlicher in MN 9, 21 – 66, bezogen auf das Leben eines Individuums in MN 38,26 – 40, in komprimierter Version MN 1, 171; MN 11, 16 und MN 75, 24f ( MN: Majjhima Nikaya, Palikanon mittlere Sammlung ) Michael von Brück, „Einführung in den Buddhismus“, Frankfurt a.M., 2007, Seite 133.
Das Vajracchedika Prajnaparamita Sutra - Aus dem Diamant Sutra nach Thich Nhat Hanh Wenn, Subhuti, ein Bodhisattva an der Vorstellung festhält, dass ein Selbst, eine Person, ein Lebewesen oder eine Lebensspanne existiere, dann ist er kein echter Bodhisattva. Wo es etwas gibt, das durch Zeichen unterscheidbar ist, da gibt es Täuschung. Wenn du die zeichenlose Natur der Zeichen sehen kannst, dann kannst du den Tathagata sehen. Wenn du der Vorstellung von einem Dharma verhaftet bist, dann bist du auch der Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen und einer Lebensspanne verhaftet. Bist du in die Vorstellung verstrickt, dass es keine Dharmas gebe, dann bist du noch immer in der Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen und einer Lebensspanne gefangen. Darum dürfen wir uns den Dharmas nicht verhaften, noch der Vorstellung, dass Dharmas nicht existierten. Das ist die verborgene Bedeutung dessen, wenn der Tathagata sagt: ’Bhikkhus, ihr müsst wissen, dass alle Lehren, die ich euch gebe, ein Floß sind.’ Alle Lehren müssen aufgegeben werden, ganz zu schweigen von den Nicht-Lehren. Die Lehren, die der Tathagata verwirklicht hat und von denen er spricht, können nicht als unabhängig und eigenständig existierend gedacht werden und können daher auch nicht beschrieben werden. Die Lehre des Tathagata ist weder selbst-existent noch nicht selbst-existent. Warum? Weil die edlen Lehrer sich von anderen nur hinsichtlich des Nicht-Bedingten unterscheiden. Man tritt in keinen Strom ein, der Form ist, noch in einen, der Klang, Geruch, Geschmack, Berührbares oder Objekt des Geistes ist. Einmal-Wiederkehr bedeutet gehen und noch einmal wiederkehren; aber in Wirklichkeit gibt es kein Gehen, genauso wie es kein Wiederkehren gibt. In alten Zeiten, als der Tathagata unter dem Buddha Dipankara übte, da erlangte er nichts. Die Vorstellung von einem Selbst ist keine Vorstellung, und die Vorstellungen von einer Person, einem Lebewesen und einer Lebensspanne sind ebenfalls keine Vorstellungen. Warum? Buddhas werden Buddhas genannt, weil sie frei von Vorstellungen sind. Der Tathagata hat erklärt, dass alle Vorstellungen Nicht-Vorstellungen sind und alle Lebewesen Nicht-Lebewesen. Subhuti, du musst wissen, dass die Bedeutung dieses Sutras jenseits von Gedanken und Worten liegt. Und ebenso liegt die Frucht, hervorgebracht durch das Annehmen und Praktizieren dieses Sutras, jenseits von Gedanken und Worten. Würde jemand behaupten, der Tathagata habe höchsten, vollkommen erwachten Geist erlangt, so irrte er, denn es gibt keinen höchsten, vollkommen erwachten Geist, der zu erlangen wäre. Subhuti, der höchste, vollkommen erwachte Geist, den der Tathagata erlangt hat, ist weder erfassbar noch nicht erfassbar. In welchem Geist ist diese Erklärung zu geben? Ohne sich in Zeichen zu verstricken, gemäß den Dingen, so wie sie sind, und ohne Aufgeregtheit. Warum? Alle zusammengesetzten Dinge sind wie ein Traum, Buddha fragte: „Was denkst du, Subhuti, gibt es irgendein Dharma, das der Tathagata lehrt?" Subhuti erwiderte: „Der Tathagata hat nichts zu lehren, Weltverehrter." Darüber hinaus, Subhuti, ist dieser Geist überall gleich. Weil er weder hoch noch niedrig ist, heißt er der höchste, vollkommen erwachte Geist. Die Frucht des höchsten, vollkommen erwachten Geistes wird durch die Übung aller heilsamen Handlungen verwirklicht im Geiste von Nicht-Selbst, Nicht-Person, Nicht-Lebewesen und Nicht-Lebensspanne. Subhuti, das, was heilsame Handlungen genannt werden, sind in Wirklichkeit nicht heilsame Handlungen. Und darum werden sie heilsame Handlungen genannt. Subhuti, behaupte nicht, der Tathagata hege die Vorstellung: ,Ich werde eine Belehrung geben’. Denke nicht in dieser Weise. Warum? Wenn jemand sagt, der Tathagata habe etwas zu lehren, so verleumdet diese Person den Buddha, denn sie versteht nicht, was ich sage. Subhuti, einen Dharma-Vortrag zu halten bedeutet in Wirklichkeit, dass kein Vortrag gehalten wird. Das ist wahrhaft ein Dharma-Vortrag. Wir müssen alle Wesen zum Ufer des Erwachens führen, doch nachdem diese Wesen befreit sind, denken wir in Wirklichkeit nicht, dass auch nur ein einziges Wesen befreit ist.' Warum ist das so? Subhuti, wenn ein Bodhisattva noch in die Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen oder einer Lebensspanne verstrickt ist, dann ist diese Person kein echter Bodhisattva. Subhuti, sage nicht, der Tathagata hege die Vorstellung: ,Ich will die Lebewesen zum Ufer der Befreiung bringen.’ Denke nicht in dieser Weise, Subhuti. Warum ? In Wirklichkeit gibt es für den Tathagata kein einziges Wesen, das zum anderen Ufer zu bringen wäre. Würde der Tathagata meinen, dass es ein solches Wesen gebe, so wäre er der Vorstellung von einem Selbst, einer Person, einem Lebewesen oder einer Lebensspanne verhaftet. Subhuti, das, was der Tathagata ein Selbst nennt, hat seinem Wesen nach kein Selbst in dem Sinne, in dem gewöhnliche Menschen denken, dass es ein Selbst gebe. Subhuti, für den Tathagata ist niemand ein gewöhnlicher Mensch. Und darum kann er sie gewöhnliche Menschen nennen. Jemand, der den höchsten, vollkommen erwachten Geist in sich erweckt, behauptet nicht, dass alle Objekte des Geistes nichtexistent und vom Leben abgetrennt seien. Die Bedeutung von Tathagata ist ,Der von nirgendwoher kommt und nirgendwohin geht.' Und darum wird er ein Tathagata genannt.
Die Wirkung des Zen
Es heißt: „Dies ist jedem innewohnend, im Gewöhnlichen nicht weniger als im Weisen. Es ist vollständig wie das Universum und ohne Mangel oder Überfluß.“ „ Der Geist selbst verwirklicht den Geist, der Geist selbst erweckt den Geist“ Musô Soseki, Gespräche im Traum
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Sprachlos. Hogen Shuei Diethelm, 20.März 2011
„ Wie tut man gar nichts?“ fragte Pu, nachdem er lange gegrübelt hatte. Loslassen ist Wenn ihr dann still und unbeweglich sitzt, „denkt aus dem Grund des Nicht-Denkens“. „Wie kann man aus dem Grund des Nicht-Denkens denken?“ „Es ist nicht wie das gewöhnliche Denken“ Dies ist die wesentliche Kunst des Zazen. In Zazen zu sitzen bedeutet nicht, Zen-Konzentration zu erlernen. Es ist einzig das Dharma-Tor des Friedens und der Freude. „…Folge lieber, statt unnützes Geschrei zu machen, meinen letzten Worten, die da lauten, dass du dich, je länger, desto besser, selbst erkennen sollst. Und wenn du so alt wie Methusalem werden solltest – vergiss doch diese Übung nie. Denn dass die meisten Menschen in Verdammnis geraten, liegt daran, dass sie nicht gewusst haben, was sie gewesen sind und was sie werden können oder werden müssen.“ Grimmelshausen, Der Abenteuerliche Simplicissimus Deutsch, Zen studieren bedeutet, |
Ihr Mönche, sucht nicht nach Worten und jagt nicht Erklärungen nach! Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen, alle Verrichtungen des Alltags sind Wirkung eurer (eigenen) Natur. Wo seid ihr denn nicht im Einklang mit dem Weg? So hört mal auf (mit euerem Streben) und gönnt euch etwas Ruhe. Solange sie nicht von den Winden äußerer Einflüsse aufgestört werden, sind Bewußtsein und die (eigene) Natur ruhig wie unbewegtes Wasser. Alles Gute, auf Wiedersehen. Mazu Daoyi, Dazhu Huihai, Grundlegende Reden und Aufzeichnungen des Chan-Buddhismus, Berlin 2011, S.86
Es scheint, daß das Leben Yoshino Hiroshi (16.01.1926) aus KORE-EDA Hirokazu, „Air Doll“
Huilang sucht nach der Einsicht Buddhas Huilang aus Tanzhou kam zum ersten Mal zu Mazu. Mazu fragte: Was suchst du hier?. Er antwortete: Ich suche nach der Einsicht Buddhas. Mazu antwortete: Buddha hatte keine Einsicht. Verstehen und Einsehen sind böse Geister. Wo kommst du her?. Er antwortete: Ich komme aus Nanyue. Mazu sagte: Du kommst also aus Nanyue. Kennst du noch nicht den Kern der Lehre von Caoxi? Gehe schnell dorthin zurück, es macht keinen Sinn, woandershin zu gehen. Mazu Daoyi, Dazhu Huihai, Grundlegende Reden und Aufzeichnungen des Chan-Buddhismus, Berlin 2011, S.43 Das Selbst geht nicht vom eigenen Selbst weg – das Selbst verlässt nicht das Hier und Jetzt, sondern kehrt sich von Grund auf um… Shinchi Hisamatsu, Philosophie des Erwachens, Satori und Atheismus, Zürich 1990, S. 73
Wanderung vom vom zum zum von vom zu vom vom vom zum zum von zum zu zum vom zum zum vom und zurück Ernst Jandl, Sprechblasen
Weshalb solltet ihr euren Sitz im eigenen Haus ablehnen, um ziellos in den staubigen Gegenden fremder Länder umherzuirren? Wenn ihr einen einzigen falschen Schritt tut, geht der jetzige Augenblick an euch vorbei. Habt ihr nicht euren menschlichen Körper als das wesentliche Werkzeug empfangen? Verschwendet nicht eure Zeit! Bewahrt und behütet den Kern der Buddha-Wahrheit. Wer wollte da flüchtige Freuden geniessen, die wie Funken vom Feuerstein springen? Nicht nur das, euer Körper ist wie ein Tautropfen auf einem Grashalm. Das Leben gleicht einem aufblitzenden Lichtstrahl. Plötzlich ist es verschwunden und verloren in einem Augenblick. FUKANZAZENGI, Eihei Dôgen
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